Ein Elektrodienstleister mit regionalen Wurzeln, aber großem Wirkungskreis Frankreich, Belgien, Portugal, Polen, Ungarn – die Liste der Projekte im europäischen Ausland könnte noch weiter geführt werden. Trotzdem: Die Isoblock Schaltanlagen GmbH ist fest in der Region verwurzelt. Speziell im Bereich der regenerativen Energien investiert und wächst das Unternehmen stetig. Der Elektrodienstleister ist immer dort zur Stelle, wo komplexe Vernetzungen und Schaltungen für die Energieversorgung notwendig sind. Produziert, verkauft und bei regionalen Kunden eingebaut werden von dem Osnabrücker Unternehmen in erster Linie Nieder- und Mittelspannungsschaltanlagen, Servicedienstleistungen inklusive. Im Bereich der Niederspannungstechnik fertigt Isoblock Installationsverteiler für die zuverlässige Energieversorgung in Gebäuden. Für die industrielle Energieversorgung wiederum sind Energieverteilungen bis zu einem Maximalstrom von 5000 Ampere Standard. Viele Unternehmen profitieren von den weiteren Möglichkeiten: Steuerverteilungen, Softwareerstellung und Visualisierung für industrielle Fertigungsprozesse bietet Isoblock ebenso an wie die elektrotechnische Realisierung von Regelungen für die Gebäudeautomation, Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik. Isoblock ist bis heute auf eine Belegschaft von 91 Mitarbeitern gewachsen, darunter befinden sich zehn Auszubildende zum Elektroniker mit der Fachrichtung Automatisierungstechnik. In diesem Jahr sollen drei weitere Lehrlinge eingestellt werden. „Ein Unternehmen, das ausbildet, investiert in eine gesicherte Zukunft“, lautet einer der Grundsätze bei Isoblock. Aus dieser Sichtweise heraus hat sich das mittelständische Unternehmen auch entwickelt: Einst von Alfred Schmiemann und Wilfried Tempelmeyer gegründet, tritt nun Roger, der ältere Sohn von Alfred Schmiemann, als sein Nachfolger an der Seite von Wilfried Tempelmeyer in die Geschäftsführung ein. Im Mittelspannungssektor beliefert Isoblock über die Region hinaus Firmen aus dem Bereich regenerative Energien – mit Firmensitzen in ganz Deutschland. In Kooperation mit ihnen wiederum beliefert man eine Vielzahl von Kunden im europäischen Ausland. Gespannt blickt Isoblock auf die Entwicklung des englischen wie auch des süd- und osteuropäischen Marktes, wo große Investitionen in die Windkraft getätigt werden – ein Wachstumsmarkt. Regional werden für die regenerative Energiegewinnung Wind-, Biogas- und Photovoltaikanlagen an die Netze der Energieversorger angeschlossen. Im Niederspannungsbereich zählen regional, in einem Umkreis von rund 150 Kilometern, vor allem Gemeinden, Kommunen und Industriebetriebe zu den Kunden. Weitere Servicedienstleistungen sind: • 24-Stunden-Notdienst; • Wartungs-, Inspektions- und Instandsetzungsdienstleistungen von Energieversorgungsanlagen bis 36000 Volt; • Netzdatenanalyse und thermografische Untersuchungen zur Früherkennung und Vermeidung von Fehlern sowie Schwachstellen in der Energieversorgung; • Energiemanagement und -optimierung zur Einsparung von Energiekosten zum Schutze der Umwelt und zur Kostenstellenerfassung; • Beratung, Planung, Projektierung und Abwicklung in allen Bereichen der Elektrotechnik. (Text: Thomas Achenbach – Neue Osnabrücker Zeitung – Traditionsreiche Unternehmen – Medienhaus Neue OZ – 04/2008)

Alfred Schmiemann: seit 1966 bin ich gemeinsam mit Herrn Wilfried Tempelmeyer geschäftsführender Gesellschafter der Isoblock Schaltanlagen GmbH & Co. KG. Der Dynamik und den Anforderungen des Marktes mit Ideen, Erfahrung und Kundennähe zu begegnen ist und bleibt ein Grundsatz unseres Unternehmens. Mit über achtzig motivierten Mitarbeitern stellen wir uns im In- und Ausland mit Erfolg unseren Aufgaben. Gerne und mit Begeisterung habe ich in den vergangenen Jahrzehnten die erfolgreiche Entwicklung unseres Unternehmens mitgestalten können und freue mich, auch in Zukunft im Beirat tätig zu sein. Wilfried Tempelmeyer, Roger und Alfred Schmiemann Aus Altersgründen habe ich zum 01.01.2008 meine Position als Geschäftsführer des Unternehmens meinem Sohn Roger übergeben. Vertrauen, Verbindlichkeit und Kontinuität prägten die Zusammen-arbeit der vergangenen zweiundvierzig Jahre, und ich bin sicher, dass sich daran auch in Zukunft nichts ändern wird. Bitte schenken Sie meinem Sohn das gleiche Vertrauen, das Sie mir in den vergangenen Jahren entgegengebracht haben. Herzlichen Dank für die angenehme, kreative und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Roger Schmiemann: Herr Tempelmeyer, mein Bruder Gerrit und ich werden als neues Führungsteam alles daran setzen, damit der Name Isoblock auch weiterhin für eine große Produktpalette, Flexibilität und Qualität steht. Ich werde versuchen die bewährten Prinzipien Beständigkeit und Aufrichtigkeit zu vertreten und wünsche mir für die Zukunft eine freundliche und erfolgreiche Zusammenarbeit. Unseren Geschäftspartnern wünschen wir ein erfolgreiches Jahr 2008 und freuen uns auf eine angenehme und effiziente Zusammenarbeit. Generationswechsel in der Geschäftsführung – 01.01.2008

Die Isoblock Schaltanlagen GmbH & Co. KG im Einsatz für nachhaltige, umweltfreundliche und ressourcenschonende Energieerzeugung. Seit über einem Jahrzehnt unterstützen wir europaweit Hersteller und Betreiber von Wind-kraft- Biogas- und Fotovoltaikanlagen bei der Netzanbindung ihrer umweltfreundlichen Stromerzeuger. Die Netzanbindung einzelner Wind-, Biogas und Fotovoltaikkraftanlagen bzw. kompletter Energieparks umfasst die Planung, Herstellung und Vorortmontage des gesamten elektrotechnischen Equipments für die regenerative Stromerzeugungstechnik. Die von der Anlage erzeugte elektrische Leistung wird über Erdkabelsysteme zur Trafostation transportiert und dort für die Einspeisung ins Netz der Energieversorgungsunternehmen oder sonstiger Netzbetreiber hochtransformiert. So werden aus einer Windgeneratorspannung von 690 V die erforderlichen Netzspannungen, je nach Bedarf, bis zu 36.000 V erzeugt. Diese transformierte Energie wird dann mittels Hochspannungskabelsystemen mit Hilfe einer Übergabestation, in der sich die gesamte Mess- und Netzschutztechnik befindet, ins öffentliche Netz eingespeist. Abbildung 1 Blockschaltbild der Leistungen der Fa. Isoblock Schaltanlagen Für die Projektierung derartiger Anlagen sowie deren Montage vor Ort sind eine Vielzahl elektrischer und physikalischer Parameter zu berücksichtigen, um ein Höchstmaß an Betriebssicherheit und Verfügbarkeit des gesamten außerordentlich komplexen Systems zu gewährleisten. Die rasante technische Entwicklung im Bereich der regenerativen Energien erfordert eine permanente Qualifizierung der Techniker, Monteure und auch der Auszubildenden in unserem Unternehmen. Im Sinne der zukunftsorientierten und umweltfreundlichen Energieerzeugungssysteme wird im Unternehmen Isoblock Schaltanlagen GmbH & Co. KG kontinuierlich an der Weiterentwicklung der technischen Systeme gearbeitet. Elektrotechnische Probleme der Windbranche werden analysiert und Lösungen müssen entwickelt werden, um einen sicheren Betrieb der regenerativen Energieerzeugungsanlagen zu gewährleisten. So wurde zum Beispiel ein Energierückfluss-Schutzsystem entwickelt, um einen motorischen Betrieb von WKA zu verhindern. Dieses System kann sowohl in Neuanlagen als auch in bestehenden Anlagen installiert werden. – Ein weiterer Schritt zur optimalen Verfügbarkeit umweltfreundlicher Energieerzeugungs- anlagen – Bis Ende 2008 wird die Isoblock-Schaltanlagen GmbH & Co KG ca. 1200 Wind-, Biogas und Fotovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von etwa 2100 MW an das öffentliche Energie-versorgungsnetz angeschlossen haben. Für Ende diesen Jahres wurden bereits Rahmenverträge mit Herstellern und Betreibergesellschaften für ca. 190 weitere Megawatt unterzeichnet. Die Gesamtleistung der durch die Fa. Isoblock bis heute ans Netz gebrachten Wind-, Biogas und Fotovoltaikanlagen entspricht ungefähr der Leistung des Atomkraftwerkes Lingen! An der in Deutschland an WKA installierten Gesamtleistung von 22.247 MW ist dies nur ein Anteil von ca. 1%. Betrachtet man jedoch das Unternehmen Isoblock mit seinen 81 Mitarbeitern im Bezug auf die rund 80.000 direkt oder indirekt an die Wind-, Biogas und Fotovoltaikindustrie angekoppelten Arbeitsplätze, ist dies ein Anteil von 0,1%, der nicht zu verachten ist. Wir unterstützen hiermit die Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen wie Kohlendioxid. Am 16. März 1998 wurde das sogenannte „Kyoto-Protokoll“ zur Zeichnung aufgelegt. Deutschland ratifizierte das Protokoll im April 2002 und hat sich damit verpflichtet, den Ausstoß der klimaaufheizenden Gase bis 2012 um 21% gegenüber dem Stand von 1990 zu senken. Neben den in Deutschland installierten Windkraftanlagen wurden im europäischen Ausland bisher 60 WKA – Windparks in Portugal, Belgien, Tschechien, Österreich, Groß Britannien und Italien – mit Trafostationen von Isoblock an das öffentliche Netz angeschlossen. Abbildung 2 Landkarte Die weißen Punkte markieren die bereits aufgestellten Windparks. Die roten Punkte makieren die in Planung befindlichen Windparks In Waldpolenz bei Leipzig realisieren wir momentan die Netzanbindung des Weltweit größten Fotovoltaik Parks mit einer Gesamtleistung in seiner Endausbaustufe von 40 Megawatt. Weitere Objekte in Osteuropa (Polen, Slowakei und Ungarn) befinden sich in der Vorplanung! Der Einsatz und die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Netzanschlusssysteme für alle Bereiche der erneuerbaren Energien im gesamten Bundesgebiet und im europäischen Ausland stellt für einen mittelständischen Handwerksbetrieb eine enorme Herausforderung dar. Die technischen Systeme müssen den vielfältigen nationalen und internationalen Standards und Anschlussbedingungen angepasst werden. Unseres Erachtens eine durchaus sinnvolle Investition, betrachtet man die enorme weltweite Verringerung des Schadstoffausstosses durch konventionelle Kraftwerke mit Hilfe regenerativer Energieträger. Als Mitglied im Bundesverband Windenergie e.V. (BWE) sind wir stets aktiv am Geschehen der Branche beteiligt und können so auch neue Impulse und Trends setzen. Zum Schutz unserer Umwelt und zur Schonung wertvoller, knapper werdender Energie-ressourcen sowie für künftige Generationen haben wir uns zur Aufgabe gemacht, mit unserer Technik eine optimale und effiziente Nutzung regenerativer Energiequellen zu ermöglichen. (Text: Peter Schriewer – 12-Januar 2009)

Zugegeben, die folgende Berufsbezeichnung kommt nicht ganz leicht über die Lippen. Dabei ist der „Elektroniker für Automatisierungstechnik“ vermutlich einer der Zukunftsberufe im Handwerk. Dieses Potenzial haben die Elektrobetriebe des Kammerbezirks Osnabrück-Emsland und die Berufsbildenden Schulen (BBS) an der Brinkstraße erkannt. Sie bieten seit Beginn des laufenden Schuljahres landesweit als erster Kammerbezirk die neue Ausbildung an. Heute geht es im Unterricht beispielsweise um ein Rolltor. Klingt simpel, doch die Steuerung hat es in sich. Computergestützt soll sie sein. Steve Greese und Florian Zidorn, beide im ersten Lehrjahr, machen sich ans Programmieren. Denn: Schützschaltung, Relais, Drähte über Drähte? Das war einmal. Im Elektronikzeitalter werden solche Schaltungen programmiert. Und das nicht nur indus-triell im großen Stil. Qualifizierte Handwerksbetriebe entwerfen und installieren heute individuelle Steuerungssysteme für die verschiedenen Einsatzbereiche – vom Wasserwerk bis zur Lebensmittelherstellung. Und auch im modernen Eigenheim werden Heizung, Solar- oder Pumpsystem mehr und mehr vom Computer gesteuert. Der Elektroinstallateur wird zum Elektronikfachmann. „Zwar müssen im Elektrohandwerk nach wie vor Leitungen verlegt werden, aber die Kenntnisse der Fachleute in unseren Innungsbetrieben gehen inzwischen weit über das Strippenziehen hinaus“, betont Obermeister Jürgen Wosnjuk. Wenn die Märkte offener würden, müsse sich der Standort über die Qualifikation der Mitarbeiter profilieren, so der Tenor der Initiatoren von Schule und Kammer. Damit werde nicht nur das Handwerk in der Region gestärkt, auch den Jugendlichen böten sich neue berufliche Chancen. „Und gerade im Raum Osnabrück-Emsland gibt es in dieser Sparte nicht wenige Firmen“, weiß auch Schulleiter Johannes Brockmeyer aus Erfahrung. Foto: Egmond Seiler – www.egmontseiler.de von links nach rechts – stehend: Jürgen Wosnjuk, Dieter Babinsky, Reimund Beer, Johannes Brockmeyer, Reinhard Distelkämper, Ulrich Giersch – sitzend: Steve Greese, Florian Zidorn (Text: balx – Neue Osnabrücker Zeitung – 04.11.2006) Auch die Fa. Isoblock hat im Jahr 2006 drei Lehrlinge für den Ausbildungsberuf Elektroniker Fachrichtung Automatisierunsgtechnik eingestellt.

Seit fast 40 Jahren geballtes Know-how und Innovation – Europaweiter Vertrieb von Schaltanlagen Von ihren Produkten profitieren Einrichtungen wie das Cinema-Arthouse, die Spielbank in Osnabrück oder auch die Schüchtermann-Klinik in Bad Rothenfelde: Die Firma Isoblock im Gewerbegebiet Burenkamp stellt Schaltanlagen für Mittel- und Niederspannungstechnik her. Abbildung 1 Monteure bei der Verdrahtung von Schaltanlagen für die neu gegründete Abteilung Gebäudeautomation für Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik „In kaum einem Bereich ist die fortschreitende Technisierung und Weiterentwicklung so schnelllebig wie in der Elektrotechnik“, sagt Elektromeister Roger Schmiemann. Um als Unternehmen in dieser Branche konkurrenzfähig zu bleiben, sei innovatives Handeln und zukunftsorientiertes Denken unabdingbar. Vor 39 Jahren gründete Alfred Schmiemann gemeinsam mit Wilfried Tempelmeier das Unternehmen. Der Zweimann-Betrieb war damals an der Kommenderiestraße ansässig. Zehn Jahre später zog Isoblock in das Gewerbegebiet am Hettlicher Masch und vergrößerte in den 80er Jahren die Produktionsfläche um 500 Quadratmeter. Mittlerweile beschäftigten Schmiemann und Tempelmeier 60 Mitarbeiter. 70 Mitarbeiter sind am heutigen Standort an der Anton-Storch-Straße tätig. Jährlich werden zum Beispiel rund 30 Tonnen Kupferschienen in komplexe Schaltanlagen eingebaut, die in zahlreichen Bereichen zum Einsatz kommen. So kommen die Schaltanlagen und Umspannstationen ebenso europaweit in Windkraftparks wie auch als Energieverteiler für einzelne Bereiche von Industrieanlagen oder in Wohn- und Bürokomplexen zum Einsatz. Neuerdings deckt Isoblock zusätzlich den Bereich Regelungstechnik für Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik ab. Als Systempartner namenhafter Hersteller wie Siemens und Kieback & Peter können somit Anlagen zur Gebäudeautomation realisiert werden. Hierzu gehören zum Beispiel die Regelung der Raumtemperatur, Schattierungsanlagen wie Rollos und Jalousien oder die Beleuchtungssteuerung. In der breit gefächerten Produktpalette sieht Roger Schmiemann für Isoblock einen großen Vorteil: „Die drei Abteilungen Niederspannungs-, Mittelspannungstechnik und Gebäudeautomation sind so gebündelt, dass der Kunde nur einen Ansprechpartner hat und somit die Anzahl der ,Schnittstellen‘ minimiert wird“, ist sich der 31-Jährige sicher. Überdies sei die große Lagerkapazität des Unternehmens ein Garant für Flexibilität. (Text: Daniel Hopkins – Neue Osnabrücker Zeitung – 11-Mai-2004)

Die Isoblock-Schaltanlagen GmbH aus Osnabrück hat sich auf dem deutschen Windmarkt erfolgreich positioniert – und will nun auch im Ausland tätig werden Abbildung 1 Marc Westerheide, Monteur bei der Isoblock Schaltanlagen GmbH & Co. KG, überprüft die Elektrik einer Schaltanlage. Der Monteur der Isoblock- Schaltanlagen GmbH & Co. muss erst einmal tief Luft holen. „Eine Mittelspannungs-Anlage für die Trafostation einer Windmühle zu bauen“, erklärt Thomas Finke atemlos und legt dabei den Schraubenzieher auf seine Werkbank, „ist ein hartes Stück Arbeit.“ Fast eine Woche, sagt er, habe er dafür gebraucht, Einzelkomponenten wie Kupferschienen, Stahlbleche, Sicherungen und Schalter mit Hunderten von Schrauben und Klemmen so zusammenzufügen, wie es die Konstruktionsskizze vorsehe. Doch ob seine Arbeit auch wirklich den Qualitätsanforderungen des Hauses entspricht, wird sich erst noch zeigen. „Gleich“, sagt der Jung-Elektriker mit dem dunkelblonden Haar und den schwarzen Arbeitsschuhen, „macht unser Werkstattleiter die Endkontrolle. Und wehe, nur eine einzige Mutter ist nicht richtig festgezogen, dann gibt’s Ärger.“ Peter Schriewer ist der Leiter des Bereichs Mittelspannungs-Technik bei Isoblock – und besonders ehrgeizig: „Wir bauen Trafo- und Übergabestationen für Windturbinen. Wir bieten damit die Technik für einen Bereich an, der unmittelbar hinter dem Mühlen-Generator beginnt und erst bei der Messstation des Energieversorgers aufhört“, erklärt der gelernte Elektrotechniker und fügt hinzu: „Ein kleiner Fehler in der Elektrik kann im schlimmsten Fall sogar den Stillstand einer Windmühle oder eines kompletten Windparks bedeuten. Darum muss bei uns nicht nur schnell, sondern auch sehr präzise gearbeitet werden.“ In der Windbranche scheinen immer mehr Turbinenhersteller und Projektierungsbüros diese Berufsauffassung offenbar zu schätzen. Und deshalb drehen sich bundesweit derzeit bereits 350 Anlagen mit einer Leistung von 290 Megawatt (MW), die mit der Trafo- oder Netzanschluss-Technik des Schaltanlagenherstellers aus Osnabrück ausgestattet sind. In den Trafostationen, die Isoblock baut, wird dabei – kurz gesagt – elektrische Energie von der Niederspannungs- auf die Mittelspannungs-Ebene transformiert, so dass sie ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden kann. Peter Schriewer beschreibt, was im Einzelnen dort vor sich geht: Ist die Mühle in Betrieb, wird die vom Generator erzeugte elektrische Leistung mit einer Nennspannung von 690 Volt über ein Kabelnetzsystem in den Niederspannungshauptverteiler übertragen. Dort wandelt ein Trafo die Niederspannung auf die erforderliche Netzspannung um, die in der Regel zwischen 10.000 und 30.000 Volt liegt. Über die nachgeschaltete Mittelspannungsanlage wird der Strom dann in die Übergabestation übertragen, wo sich die Netzanschlusstechnik – etwa die Messeinrichtung des Energieversorgers – befindet, und von wo aus der grüne Saft schließlich ins öffentliche Netz eingespeist wird. Abbildung 2 Peter Schriewer, Leiter des Bereichs Mittelspannungstechnik bei Isoblock Im Windgeschäft ist die Isoblock-Schaltanlagen GmbH & Co. mit ihren High-Tech-Produkten nun schon seit fast zehn Jahren. „Die ersten Aufträge“, erinnert sich Schriewer, „haben wir damals von der EnerSys Gesellschaft für Energiesysteme mbH bekommen. 1994 sollten wir für die Projektplaner aus Osnabrück einen. Trafo in die Unterstation einer Turbine einbauen“, so der Mann, der einen Schlips mit Windmühlen-Motiv trägt. Doch was zunächst nur wie ein kleiner Abstecher in die Windenergie aussah, entwickelte sich für den Energiedienstleiter schnell zu einem florierenden Geschäft. Rasch stieg die Nachfrage. Erste Auftraggeber waren Frisia und NEG Micon, später auch Nordex. Darüber hinaus stehen heute auch andere Hersteller und Projektplaner wie die REpower Systems AG, die ABO Wind AG oder die juwi GmbH auf der Kundenliste von Isoblock. Und die sind von der Elektrofirma vom Fuße des Teutoburger Waldes angetan: „Isoblock ist flexibel und termintreu. Wenn’s mal brennt, ist der Service schnell vor Ort. Wir wollen sie darum in weitere Projekte mit einbeziehen“, betont Holger Pickert, zuständig für den Einkauf bei REpower. Mit der Isoblock-Technik hat das Hamburger Unternehmen vor allem im norddeutschen Raum bereits rund 120 MW realisiert – und ist damit der beste Kunde der Niedersachsen. Auch bei juwi schätzt man die Technik made in Osnabrück: „Seit 1999 statten wir unsere Windparks auch mit Trafo- und Übergabestationen von Isoblock aus. Gemeinsam wollen wir noch weitere Projekte realisieren – unter anderem in der Pfalz“, verrät Alexandra Palm, Projektleiterin bei dem Mainzer Unternehmen. So hat sich Isoblock auf dem Markt der Trafo- und Netzanschlusstechnik für die Windenergie mittlerweile gut positioniert: „So stark wie Siemens oder Alstom sind wir in diesem Bereich zwar nicht. Aber mit einem Marktanteil von drei, vier Prozent können wir ganz zufrieden sein“, betont Schriewer. Außerdem, fügt er hinzu. habe das mittelständische Unternehmen im Windgeschäft im vergangenen Jahr einen Umsatz von vier Millionen Euro gemacht; gegenüber 2001 entspreche das einem Wachstum von rund zehn Prozent. Und weil es so gut läuft, hat Isoblock im Windbereich personell aufgestockt: Fünf neue Monteure, so der leitende Techniker, habe die Firma zuletzt neu eingestellt. Derzeit hat die Windkraft bei Isoblock einen Geschäftsanteil von 35 Prozent. Kerngeschäft des 1966 gegründeten Unternehmens, das heute 88 Mitarbeiter beschäftigt, ist der Bau von Energieversorgungs- und Steuerungs-Anlagen für Handwerk- und Industriebetriebe. Zu den Stammkunden gehört beispielsweise die BASF AG. Der Chemiekonzern bezieht High-Tech-Geräte aus Osnabrück, mit deren Hilfe sich Produktionsabläufe vollautomatisch steuern lassen. Doch die Marschrichtung des Mittelständlers aus Niedersachsen ist klar: „Wir wollen im Windbereich weiter wachsen“, betont Schriewer. Das Dilemma, sagt er, sei allerdings, dass vom Jahr 2008 an auf dem deutschen Windmarkt „nicht mehr viel zu holen“ sei, weil – so seine Einschätzung – kaum noch neue Mühlen gebaut würden. Und deshalb hat Isoblock bereits das Ausland – namentlich Osteuropa und den mittleren Osten – ins Visier genommen. „In Saudi-Arabien sollen in den nächsten drei Jahren 60 Turbinen installiert werden. Wir wollen bei diesem Projekt mitmachen und stehen bereits in Kontakt mit dem dortigen Energieversorger Saudi Electricity Company (SEC)“, verrät der Mann aus Südwest-Niedersachsen. Auch Polen hält das Isoblock Management für einen attraktiven Standort. „Wenn das Land der EU beitritt und sich der Windenergie öffnet“, so Schriewer, „wollen wir dabei sein.“ Gelingt es den Osnabrückern – sei es in Polen oder in anderen Ländern Osteuropas und Asiens – ein Rad an die Erde zu bekommen, plant das Unternehmen, vor Ort Geschäftsstellen zu gründen oder sich durch nationale Firmen vertreten zu lassen. Und schließlich könnten künftig auch die übrigen Ökoenergien für Isoblock ein interessantes Betätigungsfeld sein. Für den Energiepark Morbach im Hunsrück, wo 14 Windmühlen, ein Biomassekraftwerk und eine Solaranlage sauberen Saft erzeugen sollen, liefert der Energiedienstleister die Übergabestation. „Wir hätten nichts dagegen, wenn weitere Aufträge dieser Art folgen würden“, sagt Schriewer. Bei so ehrgeizigen Zielen des Leiters der Mittelspannungs-Technik wird Jung-Elektriker Thomas Finke mit seinen schwarzen Arbeitsschuhen künftig wohl noch weniger Verschnaufpausen haben. (Text: Sascha Rentzing – NEUE ENERGIE – 3/2003)